Der Diamant
in Zahlen
Diamant ist reiner, kristalliner Kohlenstoff. Allerdings unterscheidet
er sich beträchtlich von dem, was wir unter Kohlenstoff kennen:
z. B. Graphit, das schwarze Material in den Bleistiften.
Hiervon unterscheidet sich der Diamant elementar durch seine geordnete
Kristallform. Ungeschliffene Diamanten bilden vorwiegend Oktaeder
und Dodekaeder, aber auch Würfel und kompliziertere Formen
(24 oder 48 Flächen) sowie Kombinationsformen.
Durch seine außergewöhnliche Entstehung unter großer Hitze und großem Druck hat er viele außergewöhnliche Eigenschaften.
Von vielen bekannt ist seine enorme Härte, wissenschaftlich spricht man von dem Härtegrad 10 auf der Mohshärte-Skala, also der maximale Wert. Das bedeutet, daß kein anderer bekannter Stoff einen Diamanten "ritzen" kann. Hier sprechen wir also von der "Ritz-"härte.
Es gibt aber auch die "Schleif-"härte. Auf diesem Gebiet ist der Diamant wieder nicht zu schlagen: Er ist ca. 140mal so hart wie die nächst härteren, Rubin und Saphir. Darum gilt er auch als unvergänglich.
Sofort stellt sich hier die Frage, wie denn dann ein natürlicher Diamant bearbeitet wird? Schließlich schätzen wir ihn aufgrund seines Funkelns, seines Feuers, seiner Brillanz, und die entstehen erst durch die menschliche Hand (natürliche Reflektion eines Diamanten: 17%).
In diesem Zusammenhang scheint ein Ausspruch von G. F. Herbert Smith
sehr bemerkenswert: "A rough diamond [...] is no more attractive
to the eye than a piece of washing-soda." (Ein ungeschliffener
Diamant ist ansehnlich wie ein Stück Seife.)... Wie also? Die
Antwort lautet: "Mit Diamanten", und tatsächlich
gelingt es nur mittels Diamanten bzw. Diamantstaub (auf Polierscheiben)
diesen zu bearbeiten.
Deshalb waren Diamanten in früheren Zeiten nicht, oder nur
wenig bearbeitet (poliert) - meist lediglich, um kleinere Fehler
zu beseitigen. In Indien war es sogar verboten, Diamanten zu bearbeiten.
Etwa seit 1456 werden Diamanten annähernd so bearbeitet, wie
wir es heute kennen.
Dieses Phänomen rührt her von der in verschiedenen Richtungen unterschiedlichen Härte (fachmännisch: Härteanisotropie). Und das wiederum wegen der Anordnung der Atome im Diamanten. Diese ist nämlich in verschiedenen Richtungen unterschiedlich; auch die Abstände der Atome zueinander und deren Bindungskräfte differieren.
Diese enorme Härte hat aber auch einen großen Nachteil: Der Diamant ist ziemlich spröde. Schon ein kleiner Schlag vermag ihn zu zerstören. Früher machte man sich diese Eigenschaft zunutze, wenn man einen großen natürlichen Diamanten in kleinere aufteilen wollte (Historische Diamanten / Cullinan).
Ein leichter (manchmal historischer) Schlag - und schon hatte man mehrere kleine. Der Fachmann spricht hier von der vollkommenen Spaltbarkeit. Heute sägt man den Diamanten - mit einem mit Diamantpulver beschichteten Sägeblatt. |
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| 18 Kohlenstoffatome bilden den Grundbaustein des Diamanten, |
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| diese bilden z.B. Oktaederform |
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| und das ist ein Stück "washing soda"
- ein Rohdiamant. |
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